Angst vor dem Tod mit 11 Jahren — wie ein altes Buch mein Leben verändert hat - Media House Krumbach

Angst vor dem Tod mit 11 Jahren — wie ein altes Buch mein Leben verändert hat

Was mir das Orangenmädchen über Lebendigkeit, Loslassen und den Sinn des Lebens gelehrt hat

„Das Orangenmädchen nahm mir die Angst vor dem Tod. Die Wolkendecke lockerte sich auf und die Sonne kam zum Vorschein.“ — Wesenheit, Kapitel
Orange

Ich war 11. Ich saß in meinem Zimmer, der Fernseher lief — wie immer. Dann: eine Dokumentation. Ein gigantischer Asteroid. Der Erzähler sprach über das Jahr 2030. Halbe Menschheit ausgelöscht. Ich rechnete nach. Ich würde dann noch leben. Ich würde sterben. Adrenalin flutete meinen Körper. Ich rannte ins Bad und erbrach mich, bis nichts mehr kam.
Das war das erste Mal, dass mich der Gedanke an den Tod wirklich getroffen hat. Und er ließ mich jahrelang nicht los.

Das Buch, das auf mich gewartet hatte

Einige Jahre später, an einem dieser Tage an denen die Angst wieder hochkroch, lief ich wie ferngesteuert in das Zimmer meiner kleinen Schwester. Mein Blick blieb stehen. Ein alter, orangefarbener Buchrücken.
„Das Orangenmädchen“ von Jostein Gaarder. Das Buch gehörte niemanden in unserer Familie — niemand wusste, wo es herkam. Es war einfach da. Für mich.

Ich legte mich auf meine Couch und fing an zu lesen. Ich hörte erst auf, als ich fertig war. Ich hatte gelacht, ich hatte geweint. Und am Ende war die Angst weg.
Nicht verdrängt. Nicht betäubt. Weg. Das Buch hatte mir gezeigt, dass der Tod nicht das Ende des Lebens ist — er ist das, was das Leben erst kostbar macht. Wer die Endlichkeit akzeptiert, fängt an zu leben.

Was Orange bedeutet

Orange ist im Buch die Farbe der Lebendigkeit. Nicht als emotionaler Zustand, sondern als Entscheidung. Die Entscheidung, den Tod nicht zu fürchten — und deshalb das Leben zu wählen. Wer aus Angst vor dem Tod lebt, lebt gar nicht. Er wartet nur. Das Orangenmädchen hat mir damals gegeben, was ich alleine nicht finden konnte. Ich musste nur aufmerksam genug sein, es zu sehen.

WAS DU MITNEHMEN KANNST

  • Wovor hast du Angst — und hält dich diese Angst gerade davon ab zu leben?
  • Gibt es etwas in deinem Leben, das du immer weiter verschiebst, weil es sich nicht sicher anfühlt?
  • Was würdest du heute tun, wenn du wüsstest, dass die Zeit begrenzt ist?
  • Welches Buch, welcher Satz, welcher Moment hat dich schon einmal verändert — und du hast es danach wieder vergessen?

Das Orangenmädchen kannst du kaufen, lesen, empfehlen. Wesenheit empfehle ich dir genauso — nicht weil ich es muss, sondern weil es für mich genau das war, was mir das Orangenmädchen für meine Angst gewesen ist.

Wo stehst du gerade in deiner Wesenheit — auf welcher Ebene bist du unterwegs?

Inhalt

Teile:

DAS BUCH

Eine inspirierende Erzählung für ein erfülltes Leben. Jetzt in der 3. Auflage.

Inhalt

Angst vor dem Tod mit 11 Jahren — wie ein altes Buch mein Leben verändert hat

Was mir das Orangenmädchen über Lebendigkeit, Loslassen und den Sinn des Lebens gelehrt hat

„Das Orangenmädchen nahm mir die Angst vor dem Tod. Die Wolkendecke lockerte sich auf und die Sonne kam zum Vorschein.“ — Wesenheit, Kapitel
Orange

Ich war 11. Ich saß in meinem Zimmer, der Fernseher lief — wie immer. Dann: eine Dokumentation. Ein gigantischer Asteroid. Der Erzähler sprach über das Jahr 2030. Halbe Menschheit ausgelöscht. Ich rechnete nach. Ich würde dann noch leben. Ich würde sterben. Adrenalin flutete meinen Körper. Ich rannte ins Bad und erbrach mich, bis nichts mehr kam.
Das war das erste Mal, dass mich der Gedanke an den Tod wirklich getroffen hat. Und er ließ mich jahrelang nicht los.

Das Buch, das auf mich gewartet hatte

Einige Jahre später, an einem dieser Tage an denen die Angst wieder hochkroch, lief ich wie ferngesteuert in das Zimmer meiner kleinen Schwester. Mein Blick blieb stehen. Ein alter, orangefarbener Buchrücken.
„Das Orangenmädchen“ von Jostein Gaarder. Das Buch gehörte niemanden in unserer Familie — niemand wusste, wo es herkam. Es war einfach da. Für mich.

Ich legte mich auf meine Couch und fing an zu lesen. Ich hörte erst auf, als ich fertig war. Ich hatte gelacht, ich hatte geweint. Und am Ende war die Angst weg.
Nicht verdrängt. Nicht betäubt. Weg. Das Buch hatte mir gezeigt, dass der Tod nicht das Ende des Lebens ist — er ist das, was das Leben erst kostbar macht. Wer die Endlichkeit akzeptiert, fängt an zu leben.

Was Orange bedeutet

Orange ist im Buch die Farbe der Lebendigkeit. Nicht als emotionaler Zustand, sondern als Entscheidung. Die Entscheidung, den Tod nicht zu fürchten — und deshalb das Leben zu wählen. Wer aus Angst vor dem Tod lebt, lebt gar nicht. Er wartet nur. Das Orangenmädchen hat mir damals gegeben, was ich alleine nicht finden konnte. Ich musste nur aufmerksam genug sein, es zu sehen.

WAS DU MITNEHMEN KANNST

  • Wovor hast du Angst — und hält dich diese Angst gerade davon ab zu leben?
  • Gibt es etwas in deinem Leben, das du immer weiter verschiebst, weil es sich nicht sicher anfühlt?
  • Was würdest du heute tun, wenn du wüsstest, dass die Zeit begrenzt ist?
  • Welches Buch, welcher Satz, welcher Moment hat dich schon einmal verändert — und du hast es danach wieder vergessen?

Das Orangenmädchen kannst du kaufen, lesen, empfehlen. Wesenheit empfehle ich dir genauso — nicht weil ich es muss, sondern weil es für mich genau das war, was mir das Orangenmädchen für meine Angst gewesen ist.

Wo stehst du gerade in deiner Wesenheit — auf welcher Ebene bist du unterwegs?

Teile:

DAS BUCH

Eine inspirierende Erzählung für ein erfülltes Leben. Jetzt in der 3. Auflage.